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Niko Juranek  | Juli 9, 2020 min

Disziplin: Warum deine „schlechten Tage“ wichtiger sind, als deine guten

Anfangs treibt uns die Motivation durch neue Projekte. Aber was, wenn diese nachlässt? Warum gute Gewohnheiten an „schlechten“ Tagen so viel wichtiger sind, als an „guten“.

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Motivation: Alles läuft von selbst

Jeder kennt die Phase, wenn man hochmotiviert an ein neues Projekt geht. Alles ist neu, aufregend, abwechslungsreich, es kommt keine Langweile auf: 

  • Das kann dein erster Besuch im Fitnessstudio sein, wenn du dir neue körperliche Ziele gesetzt hast. 
  • Das kann dein neuer Blog oder Podcast sein, für den du die ersten drei Beiträge erstellst.
  • Das kann eine neue Gewohnheit sein, wo du etwa jeden Tag ein paar Seiten lesen willst,

und viele andere, alltägliche Situationen.

Da braucht es nicht viel Disziplin, die Motivation regelt das ganz von selbst.

Wenn die Motivation nachlässt, ist Disziplin plötzlich doch nicht mehr so einfach

Aber mit der Zeit lässt diese oft nach, und es schleicht sich dann vielleicht der Gedanke ein: 

"Heute will ich aber eigentlich nicht. Das geht ja auch morgen."

und schneller, als man schauen kann, ist das Vorhaben auf den nächsten Tag aufgeschoben worden, gerade wenn uns dabei etwas anderes beschäftigt.

Das ist problematisch – besonders, weil wir uns der Konsequenzen dessen nicht bewusst sind. Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, summiert sich schnell zu einem großen Nachteil.

Die Konsequenzen des Nicht-Handelns an schlechten Tagen ist uns oft nicht bewusst

Das ist ein riesiges Problem bei schlechten Gewohnheiten, da die Nachteile des Verhaltens nicht direkt ersichtlich oder spürbar sind: 

  • Raucher wissen zwar, dass Rauchen extrem schädlich ist, aber sie bekommen von einer Zigarrette noch keinen Lungenkrebs.
  • Eine Tafel Schokolade macht nicht sofort übergewichtig, man soll ja auch "genießen" können
  • Einkaufen auf Kreditkarte ist schnell und einfach, und man muss "eh erst später bezahlen".

In allen diesen Fällen sehen wir, dass die Konsequenzen der Handlung bzw. der Gewohnheit sich nicht direkt auswirken.

Anders wäre es wohl, wenn diese Folgen direkt mit der Aktivität eintreten würden, also Rauchen zu Krebs führt, eine Tafel Schokolade zu 5kg Gewicht mehr, ein Einkauf zu einem Notverkauf von wichtigen Dingen für die Schulden.

So ist es aber scheinbar harmlos, man kann es sich "heute leisten".

Die Wichtigkeit von guten Gewohnheiten an schlechten Tagen

Noch eindrucksvoller wird es, wenn wir uns die Konsequenzen anhand eines einfachen Zahlenbeipiels ansehen.

Tatsächlich schaden dir deine "schlechten" Tage mehr, als dir deine "guten" bringen können:

EIn einfaches Rechenbeispiel

  • Stell dir vor, dass du € 100 hast, die du um € 50 auf 150€ vermehren kannst. Das entspricht einem Zuwachs von 50%.
  • Wenn du nun jedoch wieder € 50 verlierst, entspricht das einem Verlust von 33%!
  • Anders gesagt ist es genauso bedeutend, einen Verlust von 33% zu vermeiden, wie einen Zuwachs von 50% zu schaffen!

Das ist auch genau der Grund, warum deine "schlechten" Trainings genauso wichtig sind, wie deine guten. 

Selbst wenn du dich nicht danach "fühlst", ist es unglaublich wichtig, dass du am Ball bleibst und irgendwas machst, was dich deinem Ziel näherbringt.

  • Am Beispiel des Trainings gesprochen, wirst du ohne Motivation, vielleicht in schlechter Tagesverfassung kein weltbewegendes Ergebnis schaffen, aber wenn du es nicht machst, verlierst du mehr, als du beim Nächsten Training in Topform erreichen würdest!

Oder um es mit den Worten des Autors James Clear zu sagen:

Zitat

"Was du an deinen gewöhnlichen Tagen machst, bestimmt, was du an deinen außergewöhnlichen Tagen erreichen kannst." – James Clear

10 Liegestütze, 20 Minuten Spazieren sind vielleicht kein kompletter Ersatz für ein intensives Training – aber das Nichtstun ist für dein Ziel eine einzige Niederlage und wirft dich um Meilen zurück.

Fazit: 

Gewohnheiten sind oft nicht lustig, gerade wenn die Motivation nachlässt. Aber anhand dieser Beispiele haben wir gesehen, wie wichtig es ist, gerade an unseren schlechten Tagen dranzubleiben und etwas zu machen, egal, wie klein oder unbedeutend die Aktivität auch scheinen mag – sonst verlieren wir mehr, als wir an guten Tagen bewegen können. Halte deine Erfolgsstreak aufrecht!

Bleib dran, sei diszipliniert, und du wirst dafür belohnt werden.

Wie motivierst du dich an "schlechten" Tagen? 

Ich freue mich über deinen Kommentar, 

– Niko

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Mag. Nikolaus Juranek

Mag. Nikolaus Juranek ist Jurist und Dipl. Lehrtrainer für Erwachsenenbildung. In seinen Artikeln beschäftigt er sich damit, wie man sich praxisrelevante Skills und Fähigkeiten aus den verschiedensten Bereichen aneignet, um in Beruf, Hobby und Privatleben zu wachsen und in dem, was man macht, neue Standards setzt.

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